Fotografie – Oceanário de Lisboa, Teil 2. Beitragsbild mit einem Überblick über die Ausstellung

Fotografie – Oceanário de Lisboa, Teil 2

Fotografie – Oceanário de Lisboa, Teil 2. Wie versprochen, anbei der zweite Beitrag zum Kurzaufenthalt in Lissabon und wenn wir schon beim Oceanário de Lisboa sind, dann bringe ich heute die Bilder zur temporären Ausstellung «Forests Underwater by Takashi Amano».

Takashi Amano war laut Wikipedia Fotograf, Designer, Autor, Radrennfahrer und Aquarianer. Sein Fokus als Aquarianer ist dort gut beschrieben. (Zitat Anfang)

[…] «In der Süßwasseraquaristik galt Takashi Amano als einer der einflussreichsten Aquarianer. Er machte das sogenannte Naturaquarium populär, bei dem Landschaftsbilder der Natur nachgebildet werden und das von der japanischen Gartenkunst maßgeblich beeinflusst ist. Es handelt sich dabei keineswegs um Biotop-Aquarien, bei denen ein Lebensraum exakt nachgebildet wird. Ziel ist es vielmehr, ästhetische Landschaften als Kontemplationsobjekte mit den Mitteln der Aquaristik zu gestalten. Vorbilder aus Natur und Phantasie werden dabei ins Aquarium übertragen. Dabei kombinierte Amano Pflanzen, die aus unterschiedlichen Kontinenten stammen, und vergesellschaftete Lebewesen, deren Lebensräume sich in der freien Natur nicht überschneiden. […]

(Zitat Ende). Quelle: deutscher Wikipedia-Artikel «Aquarium», Stand am 6.12.2016, 16:40 MEZ.

Im Vergleich zum riesigen Aquarium im Hauptgebäude schien die temporäre Ausstellung auf den ersten Blick etwas unspektakulär: Das U-förmige Aquarium misst «nur» 40 Meter Länge und ist in einem Raum untergebracht. Keine Rochen, keine Haie und keine Thunfische – bloss Neonsalmler, Süßwassergarnelen und andere Kleintiere waren dort zu sehen.

Aber die wahre Schönheit der Ausstellung offenbarte sich erst auf den zweiten Blick: Die Art wie die Pflanzen angeordnet sind, welche Pflanzen verwendet werden, wie sie in Kontrast zueinander stehen und wie die Wasser-Bewohner mit ihrem Umfeld interagieren. Es ist nicht einfach in Worte zu fassen, aber das Aquarium schien mir wie ein sich ständig wechselndes, beinahe perfekt komponiertes Bild, das wiederum aus vielen Einzelbildern besteht und sich durch die Bewegung der Bewohnenden stetig verändert.

Dieses Bild festzuhalten ist fast wie eine Fotografie zu fotografieren – ein Plagiat. Anbei dennoch ein paar Fotografien. Am Ende des Beitrages findet ihr zudem ein Making of-Video zur Ausstellung vom Oceanário de Lisboa.

Die temporäre Ausstellung wurde Ende April 2015 eröffnet, Amano starb nach längerer Krankheit am 4. August 2015 an einer Lungenentzündung. Er wurde 61 Jahre alt. Auf der Website der Ausstellung steht noch etwas, womit ich diesen Beitrag abschliessen möchte:

«Takashi Amano believed that observing nature closely would enable us to better understand our world and learn how to preserve it.»

 

Oceanário de Lisboa, Wasserpflanzen mit Neonsalmer

Oceanário de Lisboa, Darstellung von Fischarten der temporären Ausstellung von Takashi Amano

Astgabel mit einem braunen, kleinen Fisch

Oceanário de Lisboa Wasserpflanze in der temporären Ausstellung

Oceanário de Lisboa Wasserpflanze mit Neonsalmern und anderen Fischen in der temporären Ausstellung

 


© Oceanário de Lisboa

Danke fürs Lesen, eine gute Woche und bis nächsten Montag.