Hochzeitskarte – Alexandra und Eric, Beitragsbild

Hochzeitskarte – Alexandra und Eric

Hochzeitskarte – Alexandra und Eric. Alexandra und Eric heiraten und haben mich für die Gestaltung ihrer Hochzeitskarte angefragt. Wir haben uns getroffen, zusammen die Grundansprüche bzw. Grundkriterien für die Hochzeitskarte definiert und sind uns schnell einig geworden. Die Karte soll:

  • von der Gestaltung her schlicht und zurückhaltend sein
  • einfach zur produzieren sein
  • durch die Haptik des Papiers ansprechen
  • eine tolle Fotografie von Claudio Protopapa beinhalten
  • und trotz den Ansprüchen an die einfache Produktion speziell sein

Grundlage für die Gestaltung ist meistens das Format. Für die Gestaltung dieser Hochzeitskarte bin ich dieses Mal aber anders vorgegangen. Ich habe einen Stapel A4-Ausschusspapier aus dem Schrank geholt, mich an mein Zeichenpult gesetzt und Papierchen gefalzt und gefalzt und gefalzt. Von all meinen Falzereien habe ich dann drei auserkoren, auf deren Basis ich an die Gestaltung gegangen bin. So sahen die aus:

Hochzeitskarte, Blindmuster A

Hochzeitskarte, Blindmuster B

Hochzeitskarte, Blindmuster C

 

Diese Art von Muster nennt man übrigens Blindmuster – blind, da ohne Aufdruck bzw. Inhalt.

Nachdem ich dann Claudios Bild erhalten habe, habe ich mich an die Gestaltung gemacht. Wie oben beschrieben: Zurückhaltend und edel – es soll zur Aufmachung der Hochzeit passen. Da das Bild Schwarz-Weiss war, habe ich auf Farben verzichtet und auch die Karte in Schwarz und Weiss gehalten, denn Farbe hätte dem Bild zu viel Raum und Aufmerksamkeit genommen. Passend zu den drei Blindmustern die drei Gestaltungsvorschläge:

 

Hochzeitskarte, Entwurf A

 

Hochzeitskarte, Entwurf B

 

Hochzeitskarte, Entwurf C

 

Für alle Entwürfe habe ich die klassizistische Antiqua-Schrift «Bodoni» verwendet – zurückhaltend und edel; das sehen auch Ferrari und Lancia so, die Bodoni als Corporate Font verwenden. Liegt aber sicher auch daran, dass Giambattista Bodoni Italiener war.

Ich mag diese Schrift sehr, sie ist aber nicht einfach in der Anwendung: Die feinen Haarlinien werden in kleinen Grössen überstrahlt und machen den Einsatz auf Bildschirmen und auch im Druck in kleinen Schriftgrössen schwierig. Aber für Einzelprodukte, in denen man gut auf die Ansprüche der Schrift eingehen kann, ist die Bodoni extrem prima.

Aber zurück zur Hochzeitskarte: Alexandra und Eric haben sich für den vertikalen Leporello entschieden. Mit diesem bin ich dann zu Alfred Christen gegangen und habe das Papier für Karte und Couvert bestimmt.

  • Papier: Rives Tradition «Natur», flizmarkiert 120g/m2 von Antalis
  • Umschlag: «Conqueror – c101533», Format C6

Alexandra und Eric: Alles Gute euch beiden und herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und den tollen Auftrag! Ich habe grosse Freude an eurer Hochzeitskarte. Die Belege sind schon da, aber die publiziere ich erst, wenn die Einladungen eingetroffen sind.