Plakat-Wettbewerb fürs ISC, Beitragsbild

Illustration – Plakat-Wettbewerb fürs ISC, Teil 1

Illustration – Plakat-Wettbewerb fürs ISC, Teil 1. Pardon für die Funkstille; der Ostermontag war Sonntag und am zweiten Montag hatte ich extrem viel Arbeit, aber wenig das ich schon hätte in einen Post einfliessen lassen können. Letzten Donnerstag habe ich aber meinen Beitrag für den Plakatwettbewerb für das ISC in Bern abgegeben, den ich hier kurz beschreiben werde.

Analyse
Durch ein paar Web-Recherchen habe ich die Plakate des ISC der vergangenen Jahre betrachtet und auch jene von anderen, ähnlichen Institutionen in diesem Kultur-Bereich. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei Monatsplakaten häufig «lediglich» auf die Optik gesetzt wird und selten ein inhaltlicher Bezug zum Programm besteht. Das ist übrigens keine Kritik – einfach eine Feststellung. Aber diesen Punkt wollte ich anders angehen.

Idee
Von der im letzen Beitrag beschriebenen Grundidee bin ich nicht abgewichen: In jedem Monat würde ich einen Anlass herauspicken, den ich illustriere. Was ich aber geändert habe, ist die Art der Illustration. Die einfache Strichumsetzung in Schwarz und Weiss hat mir zwar gefallen, aber sie war mir nach ein paar Gedankengängen zu banal und im Layout erschwerend war der Umstand, dass ich nur mit zwei Ebenen hätte arbeiten können. Das bedeutet, dass der Text nicht über die Illustration laufen kann, weil beide Elemente weiss gewesen wären. Ich hätte die Schrift auch in einer Farbe setzen können – aber dabei wäre der Ansatz in Schwarz und Weiss futsch gewesen. Also bin ich noch einmal rigoros über die Bücher gegangen.

Illustration
Ich wollte etwas, das ich so noch nicht gemacht habe. Die Machart für meine Waldparty-Flyer finde ich cool, aber wenn man etwas über die Jahre hinweg etabliert hat, wird es repetitiv. Weiter sollte die Illustration relativ rasch umsetzbar sein: Änderungen im Programm sind keine Seltenheit; und für den Fall dass der illustrierte Anlass aus dem Programm kippt, wollte ich flexibel und rasch einen Ersatz erstellen können.

Und so sieht meine Lösung dafür aus. Nachfolgend die Illustrationen für die Anlässe von Gingerpig, Golden Tolerdance, Kamchatka und den Tequila Boys. Die Ideen hinter den Illustrationen sind fast alle dieselben wie im letzen Beitrag – sie sind nur anders umgesetzt.

Illustration für den Plakat-Wettbewerb vom ISC – die holländische Band Gingerpig

Illustration für den Plakat-Wettbewerb vom ISC – der Anlass Golden Tolerdance

Illustration für den Plakat-Wettbewerb vom ISC – die schwedische Band Kamchatka

Illustration für den Plakat-Wettbewerb vom ISC – die Tequila Boys aus Bern

Gute Köche schützen ihre Rezepte – ich tu’s nicht: Für die Illustrationen habe ich das Netz nach Bildern durchsucht, Elemente davon freigestellt, massiv herunter gerechnet und in einer Collage kombiniert. Übergänge und Akzente wurden dann von Hand hinzugefügt und Details korrigiert. Das fertige Bild ist 80 Pixel breit und 117 Pixel hoch bei einer Auflösung von 72 dpi. Der Drucker des finalen Dossiers dachte zuerst, ich hätte die Verknüpfung versemmelt … Der Aufwand pro Illustration liegt zwischen einer halben Stunde und einer Stunde. Und das bei den ersten vier; mit mehr Routine werde ich vermutlich noch schneller sein.

Conclusio: Ich kann extrem viele Ideen in einer konsistenten, illustrativen Sprache mit geringem Aufwand umsetzen. Das macht Freude!

Dieser Beitrag wird nun langsam zu lang; meine Lösungen für Layout und Typografie werde ich deshalb in einem folgenden vorstellen.

Danke fürs Lesen und auf bald!