Von der Skizze zur Umsetzung – Beitragsbild

Illustration – von der Skizze zur Umsetzung

Illustration – von der Skizze zur Umsetzung. In meinem vorherigen Skizzenbuch beschäftigte ich mich primär mit flink gezeichneten Skizzen, benutzte keinen Radiergummi, verwendete nur schwarzen Fineliner und: Hände weg vom Bleistift! Der Fokus lag grösstenteils auf dem spontanen Strich.

Im aktuellen Skizzenbuch werde ich den Fokus mehr auf die Lichtführung legen, mit Bleistift vorzeichnen und mit verschiedenen Arten von Umsetzungen spielen. Während meiner Ausbildung zum Grafiker hatte ich etwas Mühe mit diesem Wort – Umsetzung – was ist damit gemeint, was wird umgesetzt und weshalb?

Zugegeben: Ich habe immer noch Mühe damit – primär im Zusammenhang mit Bleistiftzeichnungen – aber mittlerweile ein paar Erklärungen mehr weshalb dieses Wort im Kontext zur Illustration verwendet wird. Also: Ideen werden oft einfach skizziert; mit Umsetzung ist gemeint, wie man diese Idee eben umsetzt. Rein in Schwarz und Weiss, als Computerillustration, gemalt oder wie auch immer.

Meine Verwirrung rührte daher, dass ich meine Bleistift-Skizzen oft schon ziemlich detailliert ausarbeitete. Und dann kam jemand daher und sagte: «Nett, aber wie setzt du denn das um?». Ich: «Äh, wie bitte?».

Bei anderen Disziplinen scheint mir das Wort passender. Aber vielleicht gilt eine Illustration in Bleistift nicht als Umsetzung weil diese nur begrenzt reproduzierbar ist? I don’t know – für detailliertere Hinweise oder Ergänzungen bedient euch bitte der Kommentar-Funktion. Ich bin gespannt und würde mich über eine Horizont-Erweiterung sehr freuen.

Nun ein Beispiel eines möglichen Illustrations-Verlaufes. Vorab die Skizze, bereits mit Ideen für Licht und Schatten. In diesem Fall habe ich mich nicht daran gehalten – eine neue Idee hat sich in letzter Sekunde eingeschlichen.

Vorskizze für die Illustration

Danach folgen die Umrisse und die Schraffur – hier konsequent mit einem 0.7mm Tuschezeichner. In anderen Zeichnungen verwende ich für verschiedene Linien-Typen oft verschiedene Stärken. Eine für die optischen Hauptlinien, eine für Zusatzinfos – wie zum Beispiel Faltenwürfe – und schliesslich eine weitere für die Schraffur.

Arbeitsschritt mit Tuschezeichner

Dann landet die Zeichnung im Computer – entweder via Fotokamera oder über den Scanner und ich merze etwaige Fehler aus, koloriere, kombiniere mit anderen Zeichnungen, erstelle Varianten, etc. Unten ein Zwischenstand – ich feile weiter sobald meine Agenda mehr Weissraum hat.

Illustration – Detail Gesicht

ganze Illustration; Mann am Saxophon spielen