Buchgestaltung für Daniel Lis- Beitragsbild

Buchgestaltung – Jewish identity among the Igbo of Nigeria

Buchgestaltung – «Jewish identity among the Igbo of Nigeria». Daniel Lis befasst sich seit Jahren mit den Igbos im Kontext zu ihrem jüdischen Glauben. Inhaltlich beschreibt Daniel seine Arbeit wie folgt:

(Zitat Anfang) «Bei dem Volk der Igbo aus Nigeria gibt es einen weit verbreiteten Glauben, dass die Igbo ursprünglich aus Israel stammen. In jüngster Zeit haben sich jüdische Gemeinschaften in Nigeria gebildet. Obwohl sich einige Igbo in Israel niedergelassen und dort ihre Anerkennung als Juden eingefordert haben, ist die israelische Öffentlichkeit sich nicht dessen bewusst, dass es in Nigeria ein Volk von 20-30 Millionen Menschen gibt, die von manchen als «Juden Nigerias» bezeichnet werden.

Dieses wissenschaftliche Buch bietet zum ersten mal eine genealogische Geschichte dieser bei den Igbo langzeitige und kontroverse Erzählung eines möglichen jüdischen Ursprungs, und stützt sich auf historische Quellen und ethnologische Feldforschung.» (Zitat Ende)

Für sein Buch durfte ich das Cover gestalten, die Bildbearbeitung übernehmen und zahlreiche Grafiken für den Inhalt erstellen. Das ist eine davon:

 

Karte von Nigeria mit Sprachregionen und allem, was für Daniel relevant war

 

Und hier eine Auswahl aus meinen ersten Rohentwürfen für das Cover mit grafischen und illustrativen Ansätzen. Der Inhalt ist nicht korrekt, er wurde später noch einmal überarbeitet.

Grafischer Coveransatz mit Bändern in den Farben der alten Biafra-Flagge

 

Illustrativer Coveransatz

 

Grafischer Ansatz mit alter Biafra-Flagge und dem Davidstern

 

Der letzte Entwurf mit der alten Biafra-Flagge und dem Davidstern war Daniels Idee und ursprünglich auch ein Anstoss für seine Arbeit. Ein Entscheid für diese Richtung wäre sehr naheliegend gewesen – aber etwas störte mich daran: 1967—1970 fand der Biafra-Krieg statt in welchem es unter anderem um die Unabhängigkeit Biafras ging. Ein Thema, das auch heute noch nicht gänzlich vom Tisch ist und ich stellte mir vor, was aus meiner Gestaltung alles werden könnte: Unter anderem «meine» Fahne schwingende Menschen bei Zusammenstössen mit der Polizei oder gar dem Militär.

Vielleicht dachte ich zu weit, aber zwischendurch tut es gut, wenn man sich als einfacher Pixelfriseur eine mögliche Tragweite seiner Arbeit und die damit verbundene Verantwortung vor Augen führt. Dies wünschte ich mir manchmal auch etwas mehr von meinen Kolleginnen und Kollegen in Werbeagenturen – Beratende und Inhabende mit eingeschlossen.

Ich suchte also nach einer friedlichen Lösung und fand sie in Form eines Baumes, einer Schirmakazie kombiniert mit der Menora, dem siebenarmigen Kerzenständer. Rot, Gelb und Grün, weil diese Farben in der Flaggen vieler afrikanischen Staaten zum Zug kommen. Yupp – und so sieht das fertige Cover aus. Das AWP-Logo musste leider auch noch darauf …

 

Fertiges Buchcover mit Schirmakazie und Menora

 

Ein grosses Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit und den spannenden, herausfordernden Auftrag. Ich freue mich auf das fertige Buch und wünsche Daniel den sehr verdienten Erfolg damit.

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