Die Warze – Beitragsbild

Karl, Klappe die dritte «Die Warze»

Eine neue Geschichte von Karl, um die Umsetzung weiter auf die Machbarkeit zu prüfen. Copyright Text und Inhalt: Gaby Schädler, Copyright Zeichnungen: meine Wenigkeit. Ich werde bis Ende Woche noch mehr karlen und weitere Ansätze prüfen – weniger abstrakt, flächig, Computer, etc. Bin gespannt in welche Ecke es Karl spült. Aber vorerst viel Spass mit «Die Warze». Text und Bild sind nach wie vor Entwürfe.

 

Ich war friedlich am Lesen, in Gedanken auf einer fernen Insel. Aber nicht lange!

Die Warze – Karl auf dem Bett am Lesen

Der Schrei meiner Mutter brachte mich auf einen Schlag zurück.

Karls Mutter am Brüllen «Waaarzen!»

Warzen? Na und? Die hatte ich schon ewig.
«IGIIIT, WARZEN!». Nun kam auch meine Schwester dazu. Die findet immer alles IGIIITT: Spinnen, Kröten, Blut. Alles ist Igitt. Gestern hat sie sogar die hohen Absätze meiner Mama IGITT gefunden.

Ich versuchte, den Fuss unter dem anderen zu verstecken, doch Mama packte ihn und untersuchte ihn wie ein Kriminalinspektor.
«Die sind ja RIESENGROSS».

Karls Mutter untersucht die Warze

Tatsächlich, sie war gross geworden. Das Schlimmste war aber meine Schwester.

Karls Schwester Sara macht einen Freudentanz

Zum Glück liess mich meine Mutter los, und ich konnte mich an Sara rächen. Ich rieb meine Warze an ihrem Fuss. Sie soll sie nur auch bekommen. In Panik schaute Sara auf meine Mutter.
«Sind die ansteckend?».
«Ja, die können schon übertragen werden. Wir müssen morgen zum Arzt».
Sara rannte in Panik aus dem Zimmer.

Als mein Vater abends nach Hause kam, ging’s wieder los. Sara verpetzte mich natürlich.
«Karl hat Warzen!». War das peinlich! Jetzt wusste es auch Pa. Ich kam mir wie ein Aussätziger der Pestzeit vor.

Karl als Aussätziger mit dem Tod

Wahrscheinlich werde ich heute im Gartenhaus schlafen müssen.
«Warzen? Nur Warzen? Ich dachte schon, das Haus brenne» Pa war erstaunlich gelassen.
«Kein Problem, Groma hatte da ihre Hausmittel.»
«Toll! Hausmittel!» Groma war schon immer meine Heldin.
«Du musst nur eine braune Schnecke drüberlaufen lassen.»
«Eine braune WAS?».
«Die ohne Haus, die Nacktschnecken.»

Karl mit einer Nacktschnecke auf dem Fuss

Groma war nicht mehr meine Heldin.
«Der Schleim verätzt die Warze.»
«Iiiiigiiiiit». Das war natürlich Sara. Sie fand das alles hochspannend.

Karl denkt angeekelt an eine Nacktschnecke

«Ist das ein Problem für unseren Mann ohne Angst und Tadel?» Das sagte Vater immer, wenn einem zum Heulen war. «Nach einer Woche fallen die Warzen von selbst ab.»
Toll, eine ganze Woche mit Schleimmonstern! Zum Glück war es schon zu spät, um im Garten Nacktschnecken zu suchen.

Jetzt störte das UNDING mich aber plötzlich selber. In der Schule hatte ich das Gefühl, dass alle das Unding anstarrten.
«Ja, ich weiss, ich habe eine Warze!». Ich bellte meinen besten Freund Nick an.
Nick schien nicht besonders beeindruckt.
«Weißt du, wie die weggeht?».
«Ja, ja, ich weiss schon … – Nacktschnecke»
«Mit Pisse»
«Haha, superwitzig». Nick verzog kein Gesicht.
«Du pinkelst drauf, und dann geht die nach ein paar Tagen ab.»
«Weiss aber nicht, ob das auch mit der eigenen Pisse klappt. Wenn du willst, dann kann ich das erledigen».
Ich war entsetzt.
«Funktioniert aber nur, wenn du daran glaubst».

Ein Engel pinkelt Karl über den Fuss

Jetzt musste ich lachen. Doch er blieb ernst.
«Bei dir funktioniert’s nicht, weil du mir nicht vertraust, aber ist ja egal.»
Er schaute echt angepisst aus.
«Doch, ich vertrau dir doch – im Normalfall».
«Du vertraust mir? Dann beweis es. Ich pinkle darüber, wenn die Warze nach einer Woche nicht ab ist, dann heisst das, dass unsere Freundschaft nichts taugt».

Pure Erpressung! Andererseits … wer weiss – vielleicht half es ja.
«Bringen wir es hinter uns». Endlich war die Schule aus.
«Ich muss zuerst Munition haben, bevor ich losschiessen kann.»
«MUNITION?????»
«Zahlst du mir nen Eistee?»
«Eistee? – Ach so …»

Er trank einen ganzen Liter. Dann warteten wir. Stundenlang, wie es mir schien. Als ich schon nach Hause gehen wollte, weil es mir zu blöd wurde, meinte er: «Ok, jetzt geht’s». Es ist gar nicht so einfach, einen Platz zu finden, an dem man öffentlich pinkeln konnte, ohne gesehen zu werden. Wir gingen zu unserem Geheimplatz.
«Setz dich, hierhin», befahl Nick. «Streck das Bein aus , schliesse die Augen».
Er fummelte an seinem Hosenschlitz herum. Dann wartete ich gespannt. Weil nichts geschah, machte ich die Augen auf.
«Ich wusste, dass du schummeln würdest.» Nick stand nur da. «Sag Ehrenwort, dass du nicht hinschaust».
«Ehrenwort».

Nick pinkelt Karl über die Warze

Dann tat er es. Es fühlte sich gleichzeitig kühl und warm an. Ich strengte mich an, fest daran zu glauben. ICH GLAUBE, DASS NICKS PISSE WUNDER WIRKT! ICH GLAUBE, DASS…Plötzlich raschelte es im Gebüsch hinter uns. ich zog sofort den Fuss zurück, sprang auf die Beine. Nick versorgte sein Teil.

Lena stört

Es war Lena, die Klatschtante der Klasse. Die musste uns nachspioniert haben.
«Wir spielen Doktor», sagte Nick selbstsicher.
«Das werde ich euren Eltern erzählen»
«Dann erzählen wir deinen, dass du eine VOIÖRIN bist».

Auf dem Nachhauseweg fragte ich Nick, was eine Voyeurin sei. Er erzählte mir etwas von Leuten, die anderen gerne zusehen, wenn sie ES machten. Ich verstand nicht ganz. Geschah es wohl oft, dass ein Schulfreund dem anderen über die Warze pinkelt und andere dabei zusahen?

Nick pinkelt Karl über den Fuss, die Büsche gucken dabei zu

«Bist du naiv!» Nick krümmte sich vor lachen. «ES MACHEN» heisst «SEX MACHEN». Da hätte ich ja draufkommen können. Bei solchen Dingen bin ich immer zu langsam. Aber Moment mal, gibt es Leute, die anderen bei ES MACHEN FREIWILLIG zusehen?