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Projekt-Management – mehr Grafik für gleich viel Geld

Projekt-Management – mehr Grafik für gleich viel Geld. Bei meiner Arbeit denke ich ab und zu, dass man mit einem klitzekleinen Aufwand sehr, sehr viel mehr aus einem grafischen Projekt herausholen könnte. Und dieser kleine Mehraufwand bezieht sich meistens auf zwei Dinge: Kommunikation und Organisation. Es klingt banal, logisch und sehr einfach. Die Praxis zeigt aber, dass es das nicht ist. Nachfolgend ein paar Anregungen, wie man die gröbsten Schnitzer umschiffen kann und sein Geld in Arbeit und nicht in Loopings investiert.

Vorbereitung und Planung

Egal was ihr von einem Grafiker oder einer Grafikerin benötigt: Denkt die Projekte gut durch, definiert Rahmenkriterien und kommuniziert diese. Das kann schwierig sein, denn was gilt es zu beachten, wenn man mit einer Materie nicht vertraut ist? Hier empfiehlt sich ein Gespräch mit jemandem, der davon eine Ahnung hat – das muss nicht zwingend die Grafikerin oder der Grafiker sein. Oder man macht sich soweit schlau, dass man fachlich fit genug dafür ist. Dafür muss man nicht wochenlang Fachliteratur wälzen – ihr könnt auch einfach Wikipedia und Google fragen.

Wenn die Rahmenkriterien stehen, kann man diese unterscheiden in «zur Diskussion» und «fix». Fixe Dinge sind oft Budgets, Zeitlimiten, bestehende Design-Vorgaben und dergleichen. Zur Diskussion können beispielsweise Werbe-Ideen stehen, Bilder die man toll findet, etc. Damit hat das Projekt gewisse Leitlinien, ist aber trotzdem flexibel genug, um durch neue Inputs und Ideen zu wachsen. Oft wird «fix» zu «zur Diskussion» und «zur Diskussion» später zu «fix» – aber es hilft allen Parteien wenn man Kriterien festhält und darüber spricht. Dieser Teil empfiehlt sich für Projekte in jeder Grössen- oder Kleinen-Ordnung. Das geht bis zum Word-File, das ihr eurem Grafiker oder eurer Grafikerin schickt.

Für grössere Projekte sehr, sehr wichtig: die Zeitplanung. Rechnet genug Zeit ein und macht mit allen Beteiligten einen verbindlichen Plan. Berücksichtigt dabei Ferienabwesenheiten und dergleichen, regelt Stellvertretungen und datiert diese entsprechend auf. Stellvertretungen ohne Ahnung sind nicht hilfreich.

Ausführung

Simpel: Jede und jeder Beteiligte macht seine Arbeit gut und zur vereinbarten Zeit. Ich erhalte beispielsweise oft Texte die noch korrigiert werden, dann wieder korrigiert werden und noch einmal korrigiert werden und … ja. Es ist normal, dass Inhalte in einem Layout anders wirken, man sie auch anders betrachtet und entsprechend ändert. Aber viele Korrekturen und Änderungen hätte man früher vornehmen können. Wenn zwei oder drei Parteien laufend ändern, Änderungen korrigieren und kontrollieren ist der Zeitaufwand eben doppelt oder dreifach. Das ist mit guter Vorbereitung und Planung nicht nötig.

Und zum Schluss:

Kommunikation

Alles oben stehende ist absolut nutzlos, wenn man sich nicht darüber austauscht. Ich könnte hier ein paar lustige Beispiele einbauen – aber ich tu’s nicht.

Das wär’s auch schon. Ich hoffe dieser Beitrag ist nützlich, erleichtert euch eure Arbeit an grafischen Projekten und hilft euch dort zu investieren, wo es auch Sinn macht. Es ist nur ein kleines 1×1 des Projekt-Managements – dazu gibt es viel gute und weiterführende Literatur.

 

2 Kommentare zu „Projekt-Management – mehr Grafik für gleich viel Geld“

  1. Stefan Mürner

    Tja, solche Regeln gelten für alle Arten von Projekten, nicht nur mit Grafiker-Beteiligung. Wenn ich ein Projekt in den Sand setze dann meist wegen mangelnder Kommunikation oder Organisation. Umgekehrt hat bei erfolgreichen Projekten eine regelmässige Kommunikation über Ziele, Wünsche und Bedürfnisse des Kunden stattgefunden. Und die Organisation hat geklappt (Vorbereitung ist mehr als die halbe Miete, Vorsprung auf die Termine, etc.). Aber erfreulich kämpfst Du mit den selben Problemen wie ich im Bauwesen!
    Gruss Stefan

    1. Projekt-Management ist im Kern meist dasselbe – auch wenn die Thematik bzw. das Fachgebiet ändert. Ich habe es bloss auf die Grafik zugeschnitten, weil es mein Fachgebiet ist. «Kämpfen» ist ein bisschen hart formuliert, es sind einfach meist dieselben Stolpersteine und mir tut’s leid für die Kunden – weil mit relativ wenig Aufwand sehr viel mehr erreicht werden könnte. Aber klar ist es auch für mich erfüllender nicht in Kreisen zu arbeiten 😉 Liebe Grüsse zurück!

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