Schädel Illustration Beitragsbild

Illustration – Schädel von der Ideen-Skizze zur Umsetzung

Illustration – Schädel von der Ideen-Skizze zur Umsetzung. Hier wie versprochen die finale Illustration, die aus den Ideen-Skizzen der letzen Woche entstanden ist. Eigentlich wollte ich den Verlauf dokumentieren, aber wenn ich am Arbeiten bin, stört es, wenn ich dauernd unterbreche und den Kopf mehr beim Beitrag habe als bei der Illustration. Also hab ich’s durchgezogen – aber ich umschreibe kurz meine Vorgehensweise.

Auf Basis der Skizzen suche ich mir eine Perspektive auf den Schädel aus und skizziere diesen an. Dafür zeichne ich die Hauptachsen der Perspektive, die Umrisse, grob die Hauptmerkmale wie Augenhöhlen, die Nasenhöhle, den Kiefer, etc., und feile so lange daran, bis ich damit zufrieden bin. Sobald ich das Gefühl habe, dass es gut ist, stehe ich auf, löse mich vom Blatt und mache ein paar Minuten Pause. Dann komme ich zurück und schaue mir das Gezeichnete noch einmal ganz, ganz genau aus verschiedenen Distanzen an. Je nachdem korrigiere ich weiter oder gehe zur nächsten Phase über.

Als nächstes kommen die Details und Schritt für Schritt verfeinere ich das Grobe der ersten Phase. Dabei recherchiere ich auch: Wie viele Zähne hat ein erwachsener Mensch? Öhm … eben – ging mir auch so – 32 sind’s wenn man sie brav putzt (Wikipedia ist wirklich eine tolle Sache). So geht es weiter und weiter bis ich alles habe was ich abbilden will – oder je nach Auftrag – muss. Auch nach dieser Phase lege ich wieder eine Distanz-Pause ein, wenn ich denke dass ich soweit bin. Distanz hilft, besser zu reflektieren. Es ist wie das Leeren des Zwischenspeichers von Augen und Hirn.

Im nächsten Schritt definiere ich Lichter und Schätten – auch hier arbeite ich vom Groben ins Feine, denn es ist eher mühselig, wenn ich irgendwo in einer Ecke mit der Feinschraffur beginne und dann merke, dass es im Ganzen nicht passt und ich zwei Stunden für nichts schraffiert habe. Ist das Grobe stimmig gesetzt, verfeinere ich laufend und gehe immer mehr in die Tiefe, bzw. in die Schwärze. Meistens achte ich darauf, dass ich ein sattes Weiss, ein tiefes Schwarz und ein paar Stufen dazwischen habe; ich empfinde das Resultat als spannender und lebendiger; ein bisschen wie beim Wetter: Sonne oder Grau in Grau. But that’s just me.

So. Der Schädel sitzt und ich schneide ihn auf um das gemütliche Wohnzimmer mit dem Fern sehenden Bewohner auf dem Sessel zu zeichnen. Auch hier wieder: Vom Feinen ins Grobe und am Schluss die Farbe analog dem vorherigen Abschnitt über Licht und Schatten. Dann fixieren – und gut ist.

Für diese Illustration verwendet habe ich ein Stück Papier, ein 4B Bleistift, Knetgummi, Spitzer, acht Buntstifte, Fixativ und ein bisschen Zeit. Digital nachbearbeitet habe ich die Zeichnung nicht.

Vorab ein paar Details und dann die finale Zeichnung.

 

Detail aus der Schädel Illustration mit Kiefer und Jochbein

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Detail aus der Illustration – Fern sehender Mann im Sessel, mit Buntstiften gezeichnet

Schädel Illustration, Gesamtansicht

 

Danke fürs Lesen und bis nächste Woche!

 

1 Kommentar zu „Illustration – Schädel von der Ideen-Skizze zur Umsetzung“

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