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SEO nochmal

Search Engine Optimization (SEO) ist ein weites Gebiet und es gibt immens viele Spezialisten dafür, wie man seine Webinhalte im Ranking der Suchmaschinen nach oben schraubt. Dafür gibt es technische Mittel, man kann z.B. google Geld bezahlen oder die Inhalte so verfassen, dass die Automatismen beim Indexieren der Seite Freude daran haben. Das Folgende bezieht sich nur auf die inhaltlichen Möglichkeiten – es hat nicht den Anspruch auf völlige Korrektheit und es wird sicherlich auch nicht vollständig sein. Wenn ihr mich weiterbilden oder korrigieren möchtet, dann freue ich mich auf eure Kommentare.

Hier ein (editiertes*) Mail von mir an zwei Kunden, mit Tipps wie sie Ihr Ranking durch googlefreundliche Inhalte verbessern können. Basis dieses Mails waren Kriterien, die ich dem WordPress-Plugin «SEO for WordPress» entnommen habe, das ich selbst verwende. Here we go.
Liebe beide

Anbei der versprochene Beschrieb zum besseren Aufbereiten des Inhaltes für Google. Google hütet seinen Algorithmus wie Coca Cola sein Rezept – der Beschrieb beschränkt sich also nur auf das was ich zu wissen glaube und auf die Komponenten inhaltlicher Natur. Schlussendlich entscheidet Google über das Ranking. Das Thema ist von Natur aus technisch und komplex, ich versuche es so einfach und verständlich wie möglich zu formulieren.

First things first: Eine Seite wird von Google hierarchisch indexiert, der Roboter startet zuerst mit dem Fokus-Keyword. Das ist ein Begriff, der für den Inhalt der ganzen Seite steht. Der Begriff kann mehrere Worte beinhalten, aber ein Wort ist besser. Ich nehme mal das Beispiel «Kontakt».

Weiter geht es mit dem Seitentitel. Er enthält idealerweise das Fokus-Keyword und weist eine Länge von 40 Zeichen auf. Zum Beispiel «Kontakt und Lageplan». Alternativ zum Seitentitel kann noch ein SEO-Titel definiert werden, er steht für den Google-Roboter auf derselben Hierarchiestufe. Wenn ihr bei Google etwas sucht, erhaltet ihr die Treffer als blaue Links. Das sind die SEO-Titel. Wird kein SEO-Titel definiert, benutzt Google die Seitentitel für die blauen Links.

Eine Hierarchiestufe tiefer steht die Meta-Description. Das ist ein Beschrieb der Seite mit maximal 156 Zeichen – auch sie sollte das Fokus-Keyword mindestens einmal enthalten. Ein Teil dieser Meta-Description erscheint nach einer Google-Suche als grauer Text unter den blauen Links. In unserem Beispiel könnte die Meta-Description so aussehen: «Kontakt – Kontakt-Seite mit Kontakt-Formular, Adresse, Telefon, E-Mail und Lageplan.»

Und dann kommen wir endlich zu dem was wir auf einer Homepage auch sehen können – zum Inhalt. Dieser besteht idealerweise aus mindestens 300 Worten, enthält mehrere Bilder und ausgehende Links. Das Fokus-Keyword steht bestenfalls im ersten Satz und wird im Text mehrere Male wiederholt. Weiter enthält der Inhalt möglichst viele Begriffe, die auch in der Meta-Description aufgeführt werden.

Und zum Schluss: Die Meta-Keywords. Sie erweitern das Fokus-Keyword und helfen Google Suchbegriffe zu verknüpfen. Meta-Keywords sollten sich immer auf den Inhalt der Seite beziehen. Im Beispiel der Kontakt-Seite könnten die Keywords so aussehen: Kontakt, Beispielstrasse Hausnummer, Telefonnummer, so finden sie uns, eure Namen, etc.

Das wär’s aus der Perspektive von Google, nun noch rasch meine Handhabung. Das oben geschriebene ist schön und gut, aber z.B. für eine Kontakt-Seite nicht wirklich sinnvoll. Der Seitentitel mit 40 Zeichen ist für eine Userin unwichtig, der will wissen was er unter der Seite findet und 300 Worte auf einer Kontakt-Seite sind auch nicht eben übersichtlich. Ich gehe jeweils so vor, dass ich die Seiten gewichte. Die Ansprüche von Google würde ich besonders auf der Home-Seite und bei eurem Kerngeschäft berücksichtigen, der Rest sind Funktionsseiten: Kontakt, Impressum etc. und die müssen funktionieren und nicht unbedingt hoch im Ranking erscheinen.

So viel von mir, ich hoffe das hilft euch weiter, bei Fragen bin ich gerne für euch da.
Liebe Grüsse,
Manuel

 

* Ich habe die Namen und einzelne Inhalte entfernt, weil ich die beiden nicht gefragt habe, ob ich die Korrespondenz publizieren darf.